Wärmemelder und Hitzemelder als Sachschutz und Objektschutz
In kommerziellen Alarmanlagen kommen oftmals Wärmemelder oder auch Hitzemelder genannt zum Einsatz. Hitzemelder werden dann eingesetzt wenn nicht auf Rauchwarnmeldern zurückgegriffen werden kann, da der Raum sehr staubig oder verraucht ist. Dies kommt in vielen Küchen oder auch Werkstätten (vorwiegend bei Schweissereien) vor. Wärmemelder lösen Alarm aus wenn die Raumtemperatur einen bestimmten Wert überschreitet. Normalerweise liegt dieser Schwellenwert bei ungefähr 60 Grad Celsius. Dieser Auslösetemperatur kann natürlich auch der gegebenen Schutzfunktion angepasst werden und dem entsprechend höher oder niedriger justiert werden.
Die meisten Wärmemelder besitzen auch eine Thermodifferenzialauswertung. Die Thermodifferenzialfunktion erkennt wenn die Temperatur in einem bestimmten Zeitabschnitt überdurchschnittlich stark ansteigt, oder einen voreingestellten Maximalwert erreicht. Die aktuellen Normen unterscheiden nicht mehr zwischen Thermodifferenzmeldern und Thermomaximalmeldern da jeder der heutigen Differenzialmeldern auch einen Maximalmleder besitzt.
Das Einsatzgebiet von Wärmemeldern ist hauptsächlich und überwiegend im Sachschutz und Objektschutz wie Fabriken, Warenhäusern oder Büros. Hitzemelder reagieren träger als Brandgasmelder oder Rauchwarnmelder, sind aber um einiges preiswerter als diese.
Hitzemelder sind jedoch nicht für den Personenschutz geeignet. Eine wache Person erkennt einen Brand wesentlich früher als der Wärmemelder, eine schlafende Person kann an den Brandgasen schon ersticken bevor der Sensor aufgrund der ansteigenden Temperatur Alarm auslöst. In industriellen Alarmanlagen sind die Wärmemelder oftmals mit der Sprinkleranlage verbunden und aktivieren diese bei der dementsprechenden Temperaturerhöhung. Oftmals ist die Alarmanlage so programmiert, dass mindestens zwei benachbarte Melder einen Auslöseimpuls liefern müssen bevor die Sprinkleranlage aktiviert wird. Somit werden Fehlalarme und ein daraus resultierender Wasserschaden vermieden. Natürlich darf bei dieser Konstellation der Abstand zwischen den Wärmemeldern nicht zu groß sein um einen effektiven Schutz gegen Feuer zu bieten.
Wärmemelder und Hitzemelder bieten effizienten Sachschutz für Räume wie Küchen und Schweissereien in denen Brandgasmelder nicht eingesetzt werden können.







